Eigenbluttherapie (PRP)

Körpereigenen Blutplättchen (PRP) werden bei akuten und chronischen Leiden des Bewegungsapparates erfolgreich angewendet

Platelet Rich Plasma

Injektionen mit einem Eigenblutpräparat (im Englischen ‘platelet rich plasma’, kurz: PRP) werden schon seit vielen Jahren erfolgreich bei akuten Verletzungen (Muskel-, Sehnen-, Bandverletzungen) und bei chronischen Leiden (Arthrose, Fersensporn, Sehnenverschleiss) des Bewegungsapparates angewendet. Dazu erfolgt zunächst eine Blutentnahme. Nach einem kurzen Zentrifugationsvorgang wird das Präparat dann anschliessend sofort unter Ultraschallkontrolle präzise an den Zielort injiziert.

Worum geht es?

Die körpereigenen Blutplättchen (Thrombozyten) sind nicht nur für die Gerinnung zuständig, sondern enthalten eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren, die für die Reparation und Regeneration nach Verletzungen wichtig sind. Durch die Applikation von Plättchen kann der natürliche Heilungsprozess des Körpers erheblich beschleunigt werden. Das Einsatzgebiet ist gross. Zum Einsatz kommen Blutplättchen bei akuten und chronischen Sportverletzungen von Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken. Aber auch chronische Verschleisserkrankungen von Gelenken (Arthrose) können damit erfolgreich behandelt werden.

Wie wird PRP hergestellt?

Für die Herstellung des Präparats erfolgt zunächst die Entnahme von venösem Blut, wie sieht es auch vom Hausarzt her kennen. Dieses Blut wird zentrifugiert, anschliessend wird der mit Blutplättchen angereicherte Teil entnommen. Dieser wird dann an das verletzte Gewebe appliziert.

Wie wird PRP verabreicht?

Die Verabreichung erfolgt mittels Injektion an das verletzte Gewebe. Dies erfolgt unter Kontrolle mit Ultraschall. Dadurch ist gewährleistet, dass die Blutplättchen dort genau ankommen, wo sie auch ihre Wirkung entfalten sollen. Zusätzlich wird dies die Unannehmlichkeit und Sicherheit der Injektion, da die unabsichtliche Punktion anderer benachbarter Gewebe vermieden wird.

Ich berate Sie gerne in meiner Praxis bezüglich der Sinnhaftigkeit und Ablauf einer PRP-Therapie!
Dr. med. Martin Wiewiorski

F.A.Q.

Wichtige und häufige Fragen zum Thema PRP

Leider ist die Eigenbluttherapie keine kassenpflichtige Leistung. Weder die Grundversicherung bei Krankheit (KVG) oder Unfall (UVG), noch Zusatzversicherungen (VVG) übernehmen die Kosten. Es handlet sich in allen Fällen um eine Selbstzahlerleistung. Bzgl. der für Sie anfallenden Kosten, kontaktieren Sie bitte Frau Lüthi.

– die Einnahme von Cortisonpräparaten sollte 2-3 Wochen vor der Injektion pausiert werden
– entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente (NSAR) sollten 1 Woche vor der Injektion abgesetzt werden. Beispiele hierfür sind: Aspirin, Ibuprofen (Brufen), Diclofenac (Voltaren), Mefenacid, Naproxen.
– In den 24 Stunden vor der Injektion sollte ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden

– Vorhandensein einer fieberhaften Erkrankung
– Rötung/Entzündung im Bereich der Injektionsstelle
– Schwangerschaft
– Zuckerkrankheit (Diabetes)
– Anämie
– schwere Nierenfunktionsstörung
– Störung der Blutgerinnung

Da die Blutplättchen aus dem eigenen Blut gewonnen werden, ist eine allergische Reaktion praktisch ausgeschlossen. Unabhängig von der Art der indizierten Substanz, kann eine Injektionen selten Nebenwirkung haben wie: Infektion, Verletzung von Nerven und Gefässen, Schmerzen bei der Applikation.

Kosten

Da diese Behandlung noch nicht als Standardtherapie gilt, werden die Kosten von der
Krankenkasse nicht übernommen. Der Preis für eine Hyaluronsäure-Injektion beträgt ca. CHF
130.- (pro Spritze), jene mit Eigenblut ca. CHF 150.- (pro Spritze).

 

Kontakt

Kontaktieren Sie uns bitte bezüglich eines Termins in der Sprechstunde.
Wir freuen uns auf Sie!